Expertise

Dr. Jens Stöcker,
Direktor Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund

Die Gemälde und Fotografien von MAX HEIDE sind ebenso vielschichtig wie der Künstler selbst. Heide arbeitet in beiden Medien unterschiedlich, in der Fotografie gegenständlich, in der Malerei abstrakt. Sein gesamtes Werk aber ist geprägt von einem beeindruckenden Willen zur Klarheit.

MAX HEIDEs Malerei lebt von seinem treffenden Gespür für Farbe und Farbkombinationen. Seine Bilder eröffnen flirrende Räume, leuchtende Landschaften und Traumwelten. Immer wieder sind es Horizontlinien, die dem Auge Halt in seinen vielschichtigen Arbeiten bieten. Die abstrakte Malerei von MAX HEIDE verwirklicht damit ein Anliegen, das traditionellerweise als Kennzeichen der gegenständlichen Richtung gilt: die Illusion eines mehrdimensionalen Raumes auf der zweidimensionalen Fläche der Leinwand – ein Grundthema der Malerei überhaupt.

Durch seine künstlerische Technik lässt MAX HEIDE plastische Schichtungen entstehen. Dabei entwickelt er Strukturen, die von einer großen Dynamik im Entstehungsprozess zeugen. MAX HEIDE kratzt bewegte Spuren in die Bildoberfläche und legt die in mehrfachen Schichten aufgetragene Acrylfarbe wieder frei. Damit gewährt er Einblicke in tieferliegende Strukturen, teilweise bis auf die Leinwand. Die Farbe wird bei ihm zu einem nahezu haptischen Material. Seine Bilder bekommen dadurch vielschichtig gestaltete, dreidimensionale Oberflächen. Zugleich beeindrucken sie durch ihre leuchtende und kleinteilige Vielfarbigkeit.

Die Fotografien von MAX HEIDE sind eine Sehschule und ein Plädoyer dafür, sich Zeit zu nehmen. Meist schwarz-weiß oder in vollkommen reduzierten Farbtönen fokussieren sie das Wesentliche. Mit gestalterischer Raffinesse schärft MAX HEIDE in seinen fotografischen Arbeiten subtil den Blick seiner Betrachter. Betrachtet man die hölzernen Duschgestelle am Stand von St. Peter Ording, die wie ein Galgengestell wirken, wird deutlich, wie leicht sich doch der schöne Schein verliert und wie sehr das Wissen um die Geschichte den Inhalt verändert und den unvoreingenommenen Blick verhindert. Dokumentarisch, erzählerisch, spielerisch lassen die Arbeiten von MAX HEIDE eine authentische und zugleich entrückte Zeit erleben. Seine Arbeiten sind voller Liebe zum Detail und von klarer Form.

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Abstract

Dr. Horst Mühlenbeck Köln

Wenn ich die Bilder von Max Heide anschaue, dann sehe ich keine gemalten Gegenstände oder farbigen Flächen. Hier finden für mich umwerfende Ereignisse statt, die den Betrachter in den Bann ziehen; wie ein Labyrinth, aus dem es kein Entrinnen gibt.

Die Bilder schwingen – sie sind Ausdruck von Bewegungen und Gefühlen. Sie bewegen das Auge des Betrachters. Linien und Farben nehmen ihn gleichsam an die Hand, führen ihn in sphärische Erlebnis-Zeiten und in tiefe emotionale Räume.

Max Heide hat mir in einem Gespräch einmal über den Entstehungsprozess seiner Bilder berichtet. Was sich in ihm abspielt, welche ambivalenten Gefühle ihn umtreiben, wie er den Punkt sucht,  an dem er anfängt zu malen. Sich ihm in gespannter Erwartung nähert.

Wie sich eine Vorstellung in seinem inneren Auge konkretisiert, wie sie langsam Form gewinnt, wie sich Spannung aufbaut, die nur auf einen Beginn zusteuert, die aber keine Vorstellung vom Erreichen einer Ziellinie hat. Die weiße Leinwand erlebt er als ein Versprechen, das erst eingelöst werden muss. Eine Vision, die erst erfüllt werden kann, sobald sie überfällig wird.

Das Zögerliche und das zugleich Mutwillige, die Ambivalenz vom Abwarten des richtigen Augenblicks und der Impuls, in dem die Hand zum Pinsel greift, das Vertrauen in die eigene Vision und die Angst vor dem Scheitern, sie bestimmen seinen Prozess des Malens.

Der ist mindestens ebenso vielschichtig wie die Lagen der Farben auf der Leinwand.

Mich hat die Beschreibung des Malprozesses , wie ihn Max Heide berichtet hat, an die amerikanische Malerin Dorothea Tanning erinnert. Sie hat dieses Erlebnis in einem Brief eindrucksvoll geschildert:

„Der Anfang ist unbehaglich. Einziger Zeuge: das Atelier, in dem ein Ereignis bevorsteht. Nicht stolz, nicht verzagt, deiner Sache durchaus nicht sicher- aber auch nicht unsicher- spielst du mit dem Licht, unnötig, weil deine innere Vision so viel verspricht. Dieses Bild, das hinter deinen Augen pulsiert, Kontur gewinnt und wieder verschwimmt. Das Herz rast, es könnte ja misslingen. Du holst das Letzte aus dir heraus- nichts von draußen. Malen ist ein einsames Geschäft.“

Die Einsamkeit muss man erstmal aushalten können. Max Heide (mit bürgerlichem Namen Wolfgang „Max“ Kaminski) hat dabei vielen anderen Künstlern geholfen. Als Musik-Manager, der selber Künstler ist,  hat er sehr gut verstanden, wie seine Schützlinge ticken. Roy Black, Helmut Zacharias, Karel GottDaliah LaviWencke MyhreDJ ÖtziFrancine Jordi und viele andere haben seine Einfühlsamkeit geschätzt und sind von ihm zum Erfolg geführt worden. Er konnte sie unterstützen und ihnen helfen. Er weiß über den Entstehungsprozess künstlerischer Werke Bescheid. Er kennt die gesamte Bandbreite der Gefühlswelt eines Künstlers: von der Angst vorm Versagen bis zur Euphorie des Triumphes. 

Dass er nun als Künstler selber erfolgreich ist, ist da beinahe schon selbstverständlich.

Vita

MAX HEIDE, MALER (*1952)

(Eigentlich Wolfgang Kaminski, das Pseudonym benutzt er seit 2015)

Als 10 - jähriger bekam MAX HEIDE von seinem Großvater eine Agfa Click im 6 x 6 cm Format geschenkt, entwickelte die Filme selber und machte mit einem Kontaktrahmen Abzüge. Zur Konfirmation schenkte ihm sein Vater, dessen Voigtländer Vitessa und er richtete sich vom eigenen, durch die Fotografie verdienten Geld eine Dunkelkammer ein.

Sehen und das Gesehene festzuhalten lehrte ihn der Hagener Fotograf Willy Moll, einer der erfolgreichsten deutschen Fotografen und Mitgründer der Vereinigung GAMMA. Die Fotografie ließ ihn auch während seiner Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann nie los. MAX HEIDE fotografierte im westfälischen- und Ruhrgebietsraum für verschiedene Tageszeitungen (u.a. BILD, Westfälische Rundschau). Seine Fotos erhielten bei nationalen und internationalen Fotoausstellungen zahlreiche Auszeichnungen. Er war als Fotograf in der Landschafts- und Werbefotografie tätig.

Von der Fotografie zur Malerei war es nur ein kleiner Schritt. MAX HEIDE will in seinen Bildern das Schöne malen und zeigen. Harmonie und Schönheit - Verbindendes - nichts was trennt. Farben sind für ihn wie ein Gedicht: MAX HEIDE malt die lyrische Seite des Lebens! Zum Käuferkreis seiner Bilder zählen namhafte Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Sport und Kultur. Der schwedische Musiker, Komponist und Arrangeur Anders Eljas (u.a. Popgruppe ABBA, Musical CHESS) fühlt sich durch seine Bilder inspiriert: „Seine Farben sind wie Musik und Noten für mich“. Dipl. Ing. Friedrich Matthäus, Köln-Pulheim: „Beeindruckend. Spannend, in die Tiefen des Bildes einzutauchen und dabei auf Entdeckungsreise zu gehen. Immer neue Perspektiven. Wunderbar!“ Oder die Hamburger Rechtsanwältin Bettina Strehl: „Es ist eine Lebendigkeit in den Bildern, die sehr konkret ist. Sie offenbaren einen Tiefgang und Blick, der tatsächlich mitreißend ist!“

Die Welt der Farben - konzentriert in einem Bild. Nichts muss man erklären. Nichts muss man verstehen. Man muss nur sehen. MAX HEIDE malt seine Bilder, wenn er sich in seinem Ferienhaus im Norden Deutschlands, an der Schlei, aufhält. In der Nachbarschaft hat er sich in einem alten Ponystall sein Atelier eingerichtet. Die vier Jahreszeiten, Sonnenauf- und Sonnenuntergänge, die Natur in ihrer Schönheit, Vielfalt und Veränderung inspirieren ihn. Die Farben finden sich in seinen Bildern wieder.

MAX HEIDE: „Ich male immer nur für mich - und wenn es anderen gefällt, ist es ein großes Glücksgefühl“.

Max Heide
Max Heide

Ansprechpartnerin:

Alexandra Prieß

E-Mail: priess@kuenstlermanagement.de

Telefon: +49 40 6009076 - 61